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17
Okt
kath. Kirche Nieder-Mörlen
Konzert in Kooperation mit Blasorchester FF NM

25
Okt
Frohsinnsaal
Singen für jedermann und jedefrau bei Kaffee und Kuchen

15
Nov
11.15 Uhr Friedhof Treffen um 10.45 Uhr

22
Nov
Nieder-Mörlen
10.00 Uhr ev. Kirche

12
Dez
Frohsinnsaal
17.00 Uhr

30.09.2026 – Letzte Probenphase für das Herbstkonzert am 17. Oktober in Nieder-Mörlen

Bad Nauheim – Der Gesangverein Frohsinn und das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr geben am 17. Oktober in der katholischen Kirche Maria Himmelfahrt in Nieder-Mörlen ein gemeinsames Herbstkonzert. Die rund 100 Mitwirkenden proben seit Monaten mit großer Hingabe. Für Leiter Sebastian Witzel hat das diesjährige Konzert mit dem Titel „Love.Music.“ einen ganz besonderen Stellenwert.

„Menschen tun sich zusammen und schaffen gemeinsam etwas, das größer ist als jeder Einzelne“: In diesem Satz fasst Sebastian Witzel alles zusammen, was ihn an seiner ehrenamtlichen musikalischen Arbeit bewegt. Im achten Jahr leitet der 33-Jährige den stetig wachsenden Chor, im zehnten Jahr das Orchester. Im Rahmen von drei Projekten der Vorjahre ist der gemischte Chor nicht nur auf etwa 60 Sängerinnen und Sänger angewachsen, sein Anspruch und seine Qualität sind ebenfalls enorm gestiegen.

Es ist Freitagabend, kurz vor 19 Uhr. In den aus allen Nähten platzenden Probenraum strömen die Sängerinnen und Sänger, junge und ältere, mit unterschiedlichen Erfahrungen und musikalischen Hintergründen. Marie, eine Lehramtskollegin von Sebastian Witzel, ist neu und kommt aus Friedberg. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal in einem Gesangverein Mitglied werde. Aber ich habe erlebt, wie toll er mit den Kindern im Musikunterricht umgeht, und da habe ich gedacht, da will ich auch hin“, erzählt sie freudestrahlend.

Der Aufruf, im Projektchor für das Herbstkonzert mitzumachen, hat auch Leonie und ihren Mann Jens sowie Nina ermutigt, nach Jahren wieder mit dem Chorsingen zu beginnen. „Für uns ist die Probe am Freitagabend ein wunderbarer Einstieg ins Wochenende“, sagt Leonie. Sie freuen sich auch auf das besondere Erlebnis eines gemeinsamen Konzerts.


Marie, Leonie (erste und zweite von links) sowie Jens (6. von links) und Nina mit Sebastian Witzel am Klavier sind die neuen erfahrenen Stützen des Chors.

„Wir werden von den älteren Chormitgliedern wie Diamanten behandelt“, meint Nina lachend. Es sei eine großartige Gemeinschaft, was ihnen neben der dynamischen und professionellen Chorleitung besonders gut gefalle. Schon beim zweiten Projekt 2024 hatte sich die Zahl der Sangesfreudigen über Nacht fast verdoppelt. Von zehn Bässen und neun Tenören können viele Chöre nur träumen. Das liegt auch am Repertoire. Witzel fächert das Programm weit auf: von Bach über klassische Chorlieder bis zu Abba. Jeder soll sich wiederfinden und darf auch Vorschläge einbringen. Der unterschiedlichen Erfahrung in den Stimmen ist sich Witzel bewusst und hat für jedes der neun Chorstücke Übevideos erstellt, die gerne angenommen werden. „Die Probenzeit von Februar bis Oktober ist notwendig, wobei ich jetzt strenge Disziplin einfordere, damit die Aufführung gut wird“, betont er.

Das Lockern des Körpers, Vorbereiten der Stimme und Einsingen machen alle aufmerksam mit. Seine Ansagen sind klar. Viel gebracht hat das Probenwochenende mit dem Blasorchester. Für etliche war es neu, gegen den starken Bläserklang die Stimme zu halten. Andererseits müssten die Bläser lernen, sich zurückzunehmen. Diese Erfahrung sei wichtig, sagt der studierte Orchestermusiker und Tubist.

Was die vier Neuen auch begeistert, sind die unterschiedlichen Sprachen der Lieder, diesmal singen sie in Deutsch, Englisch und Schwedisch. Zum Programm hat sich Witzel viele Gedanken gemacht: „Es geht um alle Facetten der Liebe, auch um Freiheit und Gemeinschaft. Musik ist aber genauso wichtig wie Liebe. Sie kann Gefühle ausdrücken, Erinnerungen bewahren, Menschen helfen, ihre eigene Stimme zu finden. Love.Music. ist deshalb auch eine Art Liebeserklärung an meine Ensembles und an die Menschen, mit denen ich diese Musik machen darf. Für mich ist es das bisher persönlichste Konzert.“

Witzel hat die Erfahrung gemacht, dass nach der unverbindlichen Teilnahme am Projektchor immer Menschen dabeibleiben, weil sie gemerkt haben: Singen macht ihnen Freude.

Das Blasorchester hat dagegen einen festen Bestand an Musikerinnen und Musikern, mit denen Witzel immer mittwochs probt. Programmbezogen werden manche Instrumente durch Gäste ergänzt.

Auf das Konzert am Samstag, 17. Oktober, darf man also gespannt sein. Das Herzblut darin wird hörbar werden.

Text und Bild: HANNA VON PROSCH
Quelle: Wetterauer Zeitung vom 30.09.2026